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Sicherheitstipps

Stand: 8. Juli 2026

Die allermeisten Käufe laufen reibungslos. Mit diesen Regeln sorgst du dafür, dass das so bleibt — beim Bezahlen, bei der Übergabe und in deinem Konto.

Sicher bezahlen

Die goldene Regel: Geld nur über die Plattform.

Bezahle mit „Sicher bezahlen“ oder bar bei der Abholung — niemals per Vorkasse-Überweisung an Unbekannte.

Bei „Sicher bezahlen“ wird dein Geld treuhänderisch verwahrt und erst freigegeben, wenn du den Artikel erhalten und geprüft hast. Der Käuferschutz ist inklusive — du zahlst exakt den Preis, keine Gebühr obendrauf. Wie das im Detail funktioniert, steht auf Sicher bezahlen.

Daran erkennst du unseriöse Zahlungswünsche — alle drei sind Alarmzeichen:

  • Nie Vorkasse per Überweisung. Eine IBAN im Chat und die Bitte, „schnell zu überweisen“, ist das klassischste Betrugsmuster.
  • Nie PayPal „Freunde & Familie“. Diese Option hat keinen Käuferschutz — genau deshalb verlangen Betrüger sie.
  • Nie Gutscheincodes oder Geschenkkarten. Wer mit Google-Play-, Amazon- oder Steam-Codes „bezahlen“ will, will betrügen. Ausnahmslos.

Sichere Übergabe

Persönliche Übergaben sind sicher, wenn du ein paar Grundregeln beachtest: Triff dich an öffentlichen, belebten Orten — Bahnhofsvorplatz, Café, Supermarkt-Parkplatz — und möglichst tagsüber. Lass dich nicht in Hinterhöfe, Treppenhäuser oder abgelegene Parkplätze lotsen.

QR-Code erst zeigen, wenn du die Ware geprüft hast.

Bei „Sicher bezahlen“ mit Abholung gibt erst der Scan deines QR-Codes das Geld frei. Prüfe den Artikel in Ruhe — funktioniert er, stimmt der Zustand? Erst dann zeigst du den Code. Passt etwas nicht, zeigst du ihn einfach nicht und meldest das Problem in der Bestellung.

Bei hochwertigen Artikeln (Uhren, Elektronik, Schmuck): Nimm eine zweite Person mit und zähle Bargeld gemeinsam. Seriöse Käufer:innen haben damit nie ein Problem — wer nervös auf „allein kommen“ besteht, ist keins.

Betrugsmaschen erkennen

Diese sechs Maschen sehen wir am häufigsten — so erkennst du sie:

1. Vorkasse-Betrug

Jemand drängt dich, per Banküberweisung im Voraus zu zahlen — oft mit einer rührenden Geschichte oder Zeitdruck. Nach der Überweisung ist das Geld weg und der Artikel kommt nie an. Bezahle deshalb ausschließlich über „Sicher bezahlen“ oder bar bei der Abholung.

2. Gefälschte Zahlungsbestätigungen

Ein angeblicher Käufer schickt dir einen Screenshot oder eine E-Mail, die wie eine Zahlungsbestätigung aussieht — und bittet dich, die Ware sofort zu verschicken. Screenshots lassen sich in Minuten fälschen. Verbindlich ist nur, was in deiner Bestellung auf der Plattform steht.

3. Überzahlungs-Trick

Jemand „überweist versehentlich zu viel“ und bittet dich, die Differenz zurückzuschicken. Die ursprüngliche Zahlung platzt später oder war gefälscht — deine Rücküberweisung ist echt und verloren. Erstatte niemals Geld außerhalb der Plattform.

4. Phishing-Links im Chat

Du bekommst einen Link zu einer angeblichen „externen Zahlungsseite“ oder „Versandversicherung“, die täuschend echt aussieht. Dort sollst du Karten- oder Kontodaten eingeben. Wir schicken dich nie auf externe Zahlungsseiten — alles läuft in deiner Bestellung auf der Plattform.

5. Dreiecksbetrug

Ein Betrüger verkauft dir eine Ware, die er selbst gerade woanders im Namen eines Dritten kauft — die Zahlung des echten Käufers landet bei ihm, du erhältst gestohlene oder gar keine Ware. Auffällig sind abweichende Namen und Adressen zwischen Chat, Zahlung und Versand.

6. Zu gut, um wahr zu sein

Ein neuwertiges Smartphone für ein Drittel des Marktpreises, „nur heute“, „nur gegen Anzahlung“? Unrealistische Preise sind der häufigste Köder überhaupt. Vergleiche ähnliche Anzeigen — und wenn dein Bauchgefühl zögert, hör auf es.

Konto schützen

  • Starkes Passwort: lang, einzigartig, nirgendwo sonst verwendet — am besten aus einem Passwort-Manager.
  • Adresse prüfen: Melde dich nur über die offizielle Domain an. Tippfehler-Domains und Links aus E-Mails, die Druck machen („Konto wird gesperrt!“), sind Phishing.
  • Wir fragen nie nach deinem Passwort — nicht per E-Mail, nicht im Chat, nicht am Telefon. Wer danach fragt, ist nicht wir.

Verdacht? So reagierst du

Akuter Betrugs- oder Sicherheitsvorfall? Nutze den Notfall-Kanal — deine Meldung geht mit höchster Priorität direkt an unser Team und funktioniert auch ohne Konto.

Melde es uns. Bei Anzeigen, Nachrichten, Bewertungen und Profilen findest du überall eine Melden-Funktion — wo genau, steht auf Inhalte melden. Unsere Moderation prüft jede Meldung.

Nimm Betrugswarnungen im Chat ernst. Wenn eine Nachricht typische Betrugsmuster enthält (IBAN, „Vorkasse“, Gutscheincodes …), zeigen wir dir automatisch einen Warnhinweis über der Unterhaltung. Er bedeutet nicht automatisch Betrug — aber: kurz innehalten und die Regeln oben durchgehen.

Bei Straftaten: Anzeige erstatten. Wenn du Geld verloren hast oder bedroht wurdest, erstatte Anzeige bei der Polizei. Jedes Bundesland betreibt eine Online-Wache, über die das bequem von zu Hause geht — suche nach „Onlinewache“ plus deinem Bundesland. Sichere vorher Beweise: Chatverläufe, Anzeigen-Link, Zahlungsbelege.